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                                        Themenbereiche

1.Notruf 1122.Einsätze kostenlos?3.Hausnummern4.Kaminbrände
5.Rauchmelder6.Fette, Friteusen, Fondues7.Brandklassen8.Feuerlöscher
9.10.11.12.
                                       Thema 1 :
                                         Notruf

                             Wie setze ich einen Notruf ab?
Feuerwehr Notruf 112. Über diese Notrufnummer erreicht man bundesweit die nächstgelegene Leitstelle.

Machen Sie folgende Meldungen:
( Die fünf wichtigen W )

                                                   - Wo geschah es? 
               (Machen Sie genaue Ortsangaben -Ort, Straße, Hausnr. usw.)

                                                   - Was geschah?
                (Kurze Beschreibung z.B. Dachstuhlbrand oder Verkehrsunfall
                                   mit eingeklemmter Person.)

                                                  - Wie viele Verletzte gibt es? 
                                (Anzahl der Verletzten oder Betroffenen.)

                                                 - Welche Arten von Verletzungen liegen vor?

                                                 - Warten auf Rückfragen? 

                                                           Wichtig !!!
Bewahren Sie Ruhe! Das Gespräch beendet immer die Leitstelle, da eventuelle noch Fragen gestellt werden! Von dort aus werden dann über Funk die zuständigen Einsatzkräfte alarmiert.

                                     Wichtige Notrufnummern :
                           Feuerwehr Notruf (vorwahlfrei):
                                                     112

                              Polizei Notruf (vorwahlfrei): 
                                                    110
                   Rettungsdienst (vorwahlfrei aus dem Festnetz): 
                                                    112

                          Arztlicher Bereitschaftsdienst:
                                       0 18 05 / 19 12 12
                                      Giftnotruf:
                                           089 / 19 24 0
     
                                                                     Thema 2:
                                                            Einsätze kostenlos
?

Schon lange sind Einsätze der Feuerwehr für den Verursacher kostenpflichtig um die aufgewendeten Kosten, die dabei entstehen zu decken. Damit die Stadt oder Gemeinde diese nicht selbst tragen muß. Bei Verkehrsunfällen ohne Menschenrettung und ohne Brandbekämpfung übernimmt meist die Haftpflichtversicherung des Verursachers die Kosten. Aber Vorsicht nicht jede Versicherung erstattet diese Kosten, erkundigen sie sich dafür selbst bei ihrer Gesellschaft. 
 Keine Kostenforderungen bei:
* Brandeinsätzen
* Technischen Hilfeleistungen
soweit sie der Rettung und Bergung
von Menschen und Tieren dienen
* Katastropheneinsätzen
* Unbeabsichtigter falscher Alarmierung
Dies gilt natürlich nicht bei grober Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz.

  Die Feuerwehrdienstleistenden selbst helfen freiwillig, zu jeder Zeit und 
                               ohne jegliche Bezahlung oder Entschädigung!!!
                                                  Thema 3:
                                             Hausnummern
Feuer in einem Wohnhaus, eine bewusstlose Person - Menschen in Gefahr !
Jetzt zählt jede Minute!
Straße und Hausnummer erhalten die Einsatzkräfte von der Einsatzzentrale, doch in der angegebenen Straße geht manchmal wertvolle Zeit verloren. Die gesuchte Hausnummer ist bei Dunkelheit gelegentlich kaum sichtbar.
Bei einem Notfall sind die Rettungskräfte auf deutlich sichtbar angebrachte Hausnummern angewiesen, um den Einsatzort so schnell wie möglich zu finden. Prüfen Sie deshalb unbedingt die Einsehbarkeit Ihrer Hausnummer!
Hausnummern müssen so angebracht werden, dass man sie von öffentlichen Verkehrsflächen aus gut lesen kann. Wünschenswert wäre eine gute Beleuchtung der Hausnummer, damit man sie auch bei Dunkelheit rasch als solche erkennen kann.
Verzichten Sie in eigenem Interesse auf übertrieben künstlerisch gestaltete Schilder und wählen Sie stattdessen große, gut lesbare Ziffern. Sorgen Sie dafür, dass Hausnummern nicht von Pflanzen “überwuchert” werden.Befindet sich ein Gebäude nicht direkt an einer öffentlichen Verkehrsfläche, so sollte dieses mit einem Hinweisschild an der öffentlichen Verkehrsfläche gekennzeichnet werden.
Unser Tipp:
Sie haben den Rettungsdienst oder die Feuerwehr über den Notruf alarmiert?
Gehen Sie, wenn möglich auf die Straße und erwarten Sie das Eintreffen der Einsatzkräfte! Machen Sie sich bemerkbar. So können wertvolle Sekunden optimal genutzt und müssen nicht durch die Hausnummernsuche verschenkt werden!
Weitere Maßnahmen, die es den Rettungskräften ermöglichen, schneller tätig zu werden, wären beispielsweise das Öffnen von Schranken, Toren und Haustüren sowie das Einschalten der Weg- bzw. Außenbeleuchtung.
            Thema 4:
       Kaminbrände
Eigentlich muß es heißen "Rußbrände in Schornsteinen", denn nicht der Schornstein gerät in Brand, sondern der im Schornstein haftende Ruß entzündet sich und man spricht dann von einem Kaminbrand. In der letzten Zeit werden wieder vermehrt feste Brennstoffe eingesetzt und die Zahl der Rußbrände ist ansteigend. Besonders bei dem Brennstoff Holz kommt es häufig vor, daß sich im Schornstein sogenannter "Glanzruß" bildet. Dieser Ruß entsteht dadurch, daß ständig Teer- und Wasserdämpfe von den Rauchgasen ausgeschieden werden und diese sich wie ein Nebel an den Schornsteininnenwandungen niederschlagen. Durch die Feuchtigkeit erhält der Ruß sein glänzendes Aussehen und wird daher auch Glanzruß genannt. Während eines Glanzrußbrandes kommt es zu einer starken Entgasung, und als Folge sind oft meterhohe Flammen zu beobachten, die aus dem Schornstein schlagen. Der Brand breitet sich sehr schnell im Schornsteininnern aus und es kommt zu Temperaturen bis zu 1400 Grad. Diese kleine Vorgeschichte soll deutlich machen, wie es zu einem Rußbrand kommen kann und dadurch Brandgefahr für das ganze Gebäude entstehen kann. So gefährlich ein Rußbrand auch ist, durch richtiges und besonnenes Verhalten können in den meisten Fällen größere Schäden vermieden werden. Deshalb ist es wichtig, sich im Ernstfall richtig zu verhalten:
*01. Ruhe bewahren!
*02. Feuerwehr benachrichtigen - Notruf - 112
*03. Falls die Feuerstätte noch in Betrieb ist, diese außer Betrieb setzen: alle Türen der Feuerstätte und die Verbrennungsluftzuführung dicht verschliessen.
*04. Falls noch andere Feuerstätten an diesem Schornstein angeschlossen sind, die Rauchrohre dieser Feuerstätten entfernen und die Anschlußöffnungen dicht verschliessen.
*05. Brennbare Gegenstände im Bereich des gesamten Schornsteines entfernen: z.B. Möbel und sonstige brennbaren Gegenstände wegrücken. *06. Freien Zugang zu den oberen und unteren Schornsteinreinigungsverschlüssen schaffen !
*07. Feuerlöscher bereit halten und den Schornstein im gesamten Gebäude vom Keller bis zum Dachboden beobachten
*08. In keinem Fall versuchen, den Rußbrand mit Wasser zu löschen!! Wasser verdampft bei Erhitzung und vergrößert hierdurch sein Volumen je nach Temperatur um mehr als das 1700 fache! Hierdurch entsteht im Schornsteininnern ein sehr hoher Druck, und es kommt zu einer Sprengwirkung, die den Schornstein auseinanderdrücken kann!
*09. Feuerfeste Gefäße bereitstellen und das Eintreffen der Feuerwehr abwarten!
*10. Zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister benachrichtigen! 

 Bei Einhaltung dieser 10 Punkte können viele Gefahren und Schäden vermieden werden. Es soll aber auch zum Ausdruck kommen, daß es gefahrloser und billiger ist, Maßnahmen zur Verhütung von Kaminbränden zu treffen als einen bereits entstandenen Brand abzuwehren. Die wirksamste Vorbeugung ist das richtige Betreiben der Feuerstätte. Hierzu gehört auch die richtige Auswahl und Lagerung des Brennstoffes: Möglichst nur Harthölzer (z.B. Buche und Eiche) verwenden und wenigstens 2 Jahre lufttrocken lagern! Auch die rechtzeitige Reinigung des Schornsteines durch den Schornsteinfeger ist eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung. Informieren Sie Ihren Schornsteinfeger, wenn Sie Glanzruß in Ihrer Feuerstätte oder in Ihrem Schornstein feststellen!
  
   Thema 5:
Rauchmelder
Rauchmelder retten Leben - Brandschutz und Brandprävention.Die meisten Brandopfer – 70% – verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden. Gefährlich ist dabei nicht so sehr das Feuer, sondern der Rauch. 95% der Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung! Rauchmelder haben sich als vorbeugender Brandschutz bewährt.
                                               Rauchmelder retten Leben!

Rund 600 Menschen kommen jedes Jahr in Deutschland bei Bränden ums Leben. Der Großteil davon in Privathaushalten. Sehr oft ist ein technischer Defekt die Ursache für einen Brand. besonders nachts kann in einem Privathaushalt ein Brand zur tödlichen Gefahr werden, denn im Schlaf riecht der Mensch nichts! Bereits wenige Atemzüge
des hochgiftigen Brandrauches
können so tödlich sein– die Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken. Ist ein Rauchmelder installiert, warnt der laute Alarmton auch im Schlaf vor der Brandgefahr und man kann das Gebäude rechtzeitigverlassen und Ihre Familie RETTEN.      
         Die Feuerwehr empfiehlt daher in jedem Haushalt lebensrettende
                                             Rauchmelder zu installieren!

     Weitere Informationen zu Rauchmeldern finden Sie auf der Internetseite :
                            http://www.rauchmelder-lebensretter.de/
               Thema 6:
Fette,  Friteusen, Fondeus
Mit Friteusen und Fondues lassen sich schnell und einfach schmackhafte Speisen zubereiten. Doch sollte man bei der Verwendung von solchen Haushaltsgeräten auf wichtige Sicherheitshinweise achten. BITTE BEACHTEN:
Das Betreiben von Friteusen unter eingeschalteten Dunstabzugshauben sollte vermieden werden.
Leichtflüchtige Fettbestandteile bilden mit ausreichender Luftverwirbelung leichtentzündliche Gemische.
Für das Frittieren niemals normales Haushaltsöl, sondern nur hochsiedende Fette verwenden.
Frittierfett hat bei einer Erwärmung für den Frittiervorgang eine Temperatur von weit über 100°C. Gelangt nun Wasser, z.B. in Form von Eis bei tiefgekühltem Frittiergut in das heiße Fett, so verdampft es schlagartig.
Die Folge ist eine erhebliche Volumenzunahme.
Als Beispiel: Aus einem Liter Wasser entstehen ca. 1700 Liter Wasserdampf. Es kommt zum eruptionsartigen Überschäumen des Fettes, das sich plötzlich entzünden kann. Es erfolgt eine Fettexplosion!
Brennende Friteusen niemals mit Wasser löschen, sondern die Flammen mit einem geeigneten Deckel oder einem angefeuchteten Handtuch ersticken.
Im Handel sind auch Löschdecken erhältlich, die in der Küche platzsparend gelagert werden können.
Bei Fondues, Raclettes, Feuerzangenbowle u.a. werden die Öfchen meist mit Spiritus mit einem Flammpunkt unter 21°C betrieben.
Der Umgang mit dieser leichtentzündlichen Flüssigkeit erfordert besondere Vorsicht.
In noch heiße, ausgebrannte Behälter darf niemals Brennstoff nachgegossen werden
Niemals Benzin, Feuerzeugbenzin o.ä. verwenden; es besteht Explosionsgefahr.
Halten Sie ein angefeuchtetes Handtuch oder Küchentuch zum Ersticken der Flammen bereit.
                        Thema 7:
                     Brandklassen
Brände fester Stoffe,
die normalerweise unter Glutbildung verbrennen.
Zum Beispiel Holz, Kohle, Papier, Stroh und Faserstoffe.
Löschmittel :-Pulverlöscher mit Glutbrandpulver (PG)
-Wasserlöscher (W)
-Schaumlöscher (S)
Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen.
Zum Beispiel Benzin, Benzol, Äther, Wachs, Öle,
Fette, Lacke, Teer, Alkohol.
Löschmittel :-Pulverlöscher mit Glutbrandpulver (PG)
-Pulverlöscher Spezialpulver (P)
-Kohlenstoffdioxidlöscher (K)
-Schaumlöscher (S)
Brände von Gasen.
Zum Beispiel Methan, Propan, Butan,
Wasserstoff, Stadtgas, Erdgas.
Löschmittel :-Pulverlöscher mit Glutbrandpulver (PG)
-Pulverlöscher Spezialpulver (P)
Brände von Metallen.
Zum Beispiel Aluminium, Magnesium, Lithium,
Kalium, Natrium und deren Legierungen.
Löschmittel :-Metallbrandpulverlöscher (PM)
Brände von Fetten/Ölen
(pflanzliche oder tierische Öle und Fette)in
Frittiergeräten und anderen Kücheneinrichtungen.
Löschmittel :-Abdecken des Brandherdes
-Niemals Wasser (W) benutzen!
        Thema 8:                                            Handhabung eines Feuerlöscher



Greifen Sie einen Brand
immer in Windrichtung an!


Flächenbrände immer
von vorne beginnend ablöschen!

Tropf- und Fließbrände

von oben nach unten löschen!
Alle anderen Brände von unten nach oben!


Mehrere Feuerlöscher
einsetzen,
nicht nacheinander!


Vorsicht vor Wiederentzündung!
Brandstelle bewachen.

Eingesetzte Feuerlöscher
nicht mehr aufhängen, sondern unbedingt
sofort neu befüllen lassen